Nein zum Klimakiller Methangasanlage


Bürgerinitiative Pro Suderburg gegen den geplanten Bau einer Methangasanlage

Navigation

Presseerklärung.

Wir danken allen Unterstützern der Bürgerinitiative Pro Suderburg und freuen uns, dass Herr MdL Hillmer von seinem Projektvorhaben eine Methangasanlage in unmittelbarer Nähe des Wohngebietes Wolfskuhle zu bauen Abstand genommen hat.

Dem jungen aufstrebendem Politiker wünschen wir, dass bei ihm endlich ein politisches Umdenken stattfindet und er die schwierige Aufgabe übernimmt, die beschränkten Ressourcen der Menschheit zu schützen zum Wohle der Menschen.

Gerne unterstützen wir ihn dabei und stellen ihm unser Informationsmaterial zur Verfügung.

Der Aufschrei über vorschnelle Proteste, der durch die Medien ging, war somit auch ein Aufschrei der Bürger über die Verunsicherung bei dem schwierigen Thema Methangasanlagen.

Nachdem sich einige Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Suderburg durch Informationsberge über das Für und Wider von Methangasanlagen gewühlt hatten, kristallisierte sich zunehmend heraus: nur gemeinsam können wir gegen den zunehmenden Bau von Methangasanlagen etwas ausrichten.

Die Bürgerinitiative Pro Suderburg schloss sich den Initiativen mit Weitblick an.

Über 30 Bürgerinitiativen haben sich deutschlandweit als Initiativen mit Weitblick
zusammengeschlossen. Sie kämpfen gegen den Bau weiterer Industrieanlagen zur Erzeugung von Methangas aus Ackerfrüchten, die sich als klimaschädliche Technologie mit hohen Wirtschafts- und Umweltkosten erwiesen hat. Nach Auffassung der Bürgerinitiativen sinkt die Lebensqualität in den betroffenen Regionen, andere typische Auswirkungen dieser fehlgeschlagenen Politik sind verschwendete Steuergelder und Ressourcen. Denn die Produktion von Methangas aus einjährigen Ackerpflanzen wie Mais oder Getreide geht einher mit hohen wirtschaftlichen, sozialen und Umweltkosten. Subventioniertes "Biogas" aus Nahrungsmitteln untergräbt die marktorientierte Nahrungsmittelproduktion, ruiniert landwirtschaftliche Pachtbetriebe und beschädigt das Gemeindeleben.

Von der Politik erwarten die Initiativen mit Weitblick deshalb einen Baustopp für alle Methangasanlagen, die auf der Basis nachwachsender Rohstoffe (Nawaro-Anlagen) arbeiten, sowie einen Wegfall des Nawaro-Bonus und eine Ausrichtung der Fördergelder alleine nach dem Umfang der Treibhausgasminderung. Zudem müssen das Planungsrecht und Privilegierungsvorschriften geändert werden, um Bevölkerung, Dörfer und Gemeinden effektiv vor Verkehr, Geruch, Lärm, Störfallfolgen und negativer Veränderung des Landschaftsbildes zu schützen. Auch wollen sie eine Nachhaltigkeitsverordnung für den Betrieb von "Biogasanlagen", wie sie für die Herstellung von Biokraftstoffen bereits besteht. Dabei werden direkte und indirekte Emissionen von Böden, Änderungen der Landnutzung und Auswirkungen von Methanaustritten aus Gasanlagen ebenfalls in die Klimabilanz mit einbezogen.

Über die Initiativen mit Weitblick:

Im Frühjahr 2010 haben sich Bürgerinitiativen (ursprünglich aus Niedersachsen, inzwischen bundesweit) zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen den Wildwuchs von Methangasanlagen zu kämpfen. Gemeinsam wollen nun diese Initiativen eine Änderung der Rahmenbedingungen herbeiführen. Ihre Aktivitäten verstehen sie als Unterstützung für Betroffene, aber auch als Denkanstoß für Entscheider.

Neben gesundheitlichen Gefahren für die Bevölkerung geraten solche Industrieanlagen immer stärker wegen negativer Auswirkungen auf Fauna und Flora in die Kritik. Nicht zuletzt wegen hoher staatlicher Subventionen verletzen fast alle Methan-Gasanlagen das Prinzip nachhaltiger Wirtschaftlichkeit. Hohe volkswirtschaftliche Opportunitätskosten durch Subventionen bedeuten, dass diese finanziellen Mittel für effektivere Energie- und Klimaschutzmaßnahmen fehlen.

Suderburg, den 26. Januar 2011

Bürgerinitiative Pro Suderburg


Zurück zur Startseite